Alexandria / Nome Koptites: Hadrian (117-138 AD) [ AL_3403 ]
Categorisation
| Nominal | ||
| Period | ||
| Reign (Person) | ||
| Coinage Right |
Ancient Ruler's issue
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| Era |
Year (Era)
:
11
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| Dating | 126/127 AD | |
| Mint | ||
| Political Area | ||
| Nome Coin? | Yes | |
| Nome | ||
| Region | ||
| Numismatic Field | ||
| Language |
Greek
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Materiality
Die properties
| Obverse | Reverse | |
|---|---|---|
| Description | Kopf des Hadrian mit Lorbeerkranz nach rechts, drapiert links | bärtiger Sobek-Geb/Kronos steht capite velato in Chiton und Himation nach links, trägt eine Sonnenscheibe auf dem Kopf, hält mit der Linken Harpe, auf der Rechten Dorkasgazelle nach links (undeutlich); im Feld rechts L ΙΑ |
| Depicted Person |
Hadrian (117-138 AD)
(
Augustus
)
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- |
| Picture concept |
Portrait type: head (to the right)
Ruler (male) (in portrait, wearing)
Laurel wreath (worn)
Paludamentum (worn)
|
Sobek-Geb-Cronus (standing, facing, holding, wearing)
Disc (worn)
Himation - as a veil (worn)
Chiton (worn)
Harpe (held)
Dorcas gazelle (held, standing)
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| Legend (edited) | ΑΥΤ(ΟΚΡΑΤΩΡ) ΚΑΙ(ΣΑΡ) - [Τ]ΡΑΙ(ΑΝΟΣ) [Α]ΔΡΙΑ(ΝΟΣ) ΣΕΒ(ΑΣΤΟΣ) | ΚΟ-ΠΤ[ΙΤΗΣ] - L ΙΑ |
| Legend (plain) | ΑΥΤ ΚΑΙ ΤΡΑΙ ΑΔΡΙΑ ΣΕΒ | ΚΟΠΤΙΤΗΣ L ΙΑ |
| Title (Latin) |
Imperator Caesar Traianus Hadrianus Augustus
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- |
References and Commentary
| Referenced type (Roman Provincial Coinage) | RPC III 6276 | |
| Reference Literature |
R. S. Poole, A Catalogue of the Greek Coins in the British Museum. Alexandria and the Nomes, London 1892.
No.
95/96
G. Dattari, Monete Imperiali Greche, Numi Augg. Alexandrini, Vol. I (Testo), Vol. II (Tavole), Cairo 1901.
No.
6231 Taf. 35
(Comparable: Vorderseiten-Legende unvollständig)
F. Feuardent, Collections Giovanni di Demetrio, Numismatique, Égypte ancienne II, Domination romain, Paris 1872.
No.
3506
A. Geißen, Katalog Alexandrinischer Kaisermünzen der Sammlung des Instituts für Altertumskunde der Universität zu Köln, Bd. IV (Claudius Gothicus – Bleimünzen Nr. 3015-3627), Opladen 1983.
No.
3403
(This sample)
G. Macdonald, Catalogue of Greek Coins in the Hunterian Collection, Vol. III, Glasgow 1905.
No.
7 Taf. 91, 36
J. G. Milne, Catalogue of Alexandrian Coins. With a Supplement by C. M. Kraay, London 1971.
No.
1237 f
(Rückseite: "Geb")
T. E. Mionnet, Description de médailles antiques, Greques et Romains VI, Paris 1813.
No.
34
SNG Dänemark, The Royal Collection of Coins and Medals. Danish National Museum Copenhagen IV, Part 41: Alexandria-Cyrenaica, Kopenhagen
No.
1093
M. Weber/A. Geissen, Die alexandrinischen Gaumünzen der römischen Kaiserzeit. Die ägyptischen Gaue und ihre Ortsgötter im Spiegel der numismatischen Quellen, Wiesbaden 2013.
S.
98
No.
Abb. 26
(This sample)
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| Commentary | Der alte Hauptgott von Koptos, Min, erschient bemerkenswerterweise nicht auf den Gaumünzen mit dem Namen Koptites. Statt seiner wird hier der Gott Geb dargestellt, der südlich des Min-Bezirkes im "Heiligtum des Südens" (Netjeri-schema) eine Tempelanlage mit eigenem Kult besaß, die offensichtlich seit der späten Ptolemäerzeit eine zunehemde Bedeutung für die Stadt Koptos erlangt hat. Der Gott Geb erscheint sub specie Graeca als statuarischer Typus des Kronos. Das ihm auf den Münzen beigegebene Krokodil verweist auf die besondere Kultform des Gottes im Netjeri-schema als Sobek-Geb. Die drei Typen von Gaumünzen des Koptites unterscheiden sich ikonographisch in folgenden Details: a. Auf der Drachme Trajans wird das Krokodil nur bei einem Teil der Belegstücke dargestellt; die Gottheit bleibt dennoch dieselbe. Als neben dem Gott Bedeutung tragendes Element tritt die Gazelle hinzu. b. Bei dem Obol Hadrians fehlen stets das Widdergehörn an der Krone und das Krokodil. Die Gazelle ist immer vorhanden. c. Als Typ des Hemiobols erscheint nur die Gazelle; Das Tier, was außer dem Krokodil auf der Rückseite der Münzen zu sehen ist, wurde bisher in der numismatischen Literatur unterschiedlich als Hirsch, Antilope oder Gazelle bezeichnet. Die Dorkasgazelle spielte in Koptos als Tier der Isis-Hathor vermutlich eine besondere Rolle. Noch Aelian, nat. 10,23 bringt sie ausdrücklich mit der dort verehrten Isis in Verbindung, so dass für die Identifikation des Tieres auf den Münzen nur die Dorkasgazelle ürbig bleibt. Die Göttin Isis nahm im Kult der Stadt einen bedeutenden Platz ein. Im Heiligtum des Südens ist sie neben Geb die wichtigste Gottheit. Da Isis auch als "Auge des Re" verstanden werden kann, wird ihre spezielle Beziehung zur Dorkasgazelle an den für Koptos bezeugten Kult des heimgeholten Sonnenauges anknüpfen. Insgesamt erscheinen auf den Münzen als Ortsgottheit des Koptites also Sobek-Geb/Kronos und Isis, vertreten durch die Dorkasgazelle. | |
| Commentary literature |
J. Vogt, Die Alexandrinischen Münzen, Bd. I (Text), Stuttgart 1924.
S.
57-64
M. Weber/A. Geissen, Die alexandrinischen Gaumünzen der römischen Kaiserzeit. Die ägyptischen Gaue und ihre Ortsgötter im Spiegel der numismatischen Quellen, Wiesbaden 2013.
S.
90-101
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