Hypaipa: Septimius Severus (193-211 AD) [ HYP_0025 ]
Categorisation
Materiality
Die properties
| Obverse | Reverse | |
|---|---|---|
| Description | Drapierte und gepanzerte Büste des Septimius Severus nach rechts mit Lorbeerkranz, im Feld rechts Gegenstempel | Kaiser zu Pferd reitet nach rechts mit Lorbeerkranz, Panzer und wehendem Paludamentum; in seiner Rechten hält er eine Lanze, mit der er einen unter den vorderen Pferdehufen nach rechts knienden Gefangenen mit phrygischer Mütze sticht; unter den Hinterhufen zwei Schilde |
| Legend (edited) | ΑΥΤ(ΟΚΡΑΤΩΡ) ΚΑ(ΙΣΑΡ) Σ<Ε>-Π(ΤΙΜΙΟΣ) ΣΕΟΥ[Η]ΡΟΣ Π(ΕΡΤΙΝΑΞ) Σ(ΕΒΑΣΤΟΣ) | ΕΠΙ ΣΤΡΑ(ΤΗΓΟΥ) Τ(ΙΤΟΥ) ΦΛ(ΑΟΥΙΟΥ) ΠΑΠΙΩΝΟΣ ΤΟ Β Α im Abschnitt ΥΠΑΙΠΗ/ΝΩΝ |
| Legend (plain) | ΑΥΤ ΚΑ ΣΠ ΣΕΟΥΗΡΟΣ Π Σ | ΕΠΙ ΣΤΡΑ Τ ΦΛ ΠΑΠΙΩΝΟΣ ΤΟ Β Α ΥΠΑΙΠΗΝΩΝ |
| Same die(s) |
SNG Schweiz II: Münzen der Antike. Katalog der Sammlung Jean-Pierre Righetti im Bernischen Historischen Museum Balázs Kapossy, Bern /Stuttgart/Wien 1993.
No.
1034
|
- |
References and Commentary
| Referenced type (Roman Provincial Coinage) | RPC V.2, — (unassigned; ID 65737) | |
| Reference Literature |
S. Altınoluk, Hypaipa. A Lydian City during the Roman Imperial Period, Istanbul 2013.
No.
84
(Comparable)
|
|
| Commentary | Der Stempelschneider hat auf dem Avers das E in ΣEΠTIMIOΣ vergessen. Gemäß der Revers-Legende Titos Flavios Papion Herodes zum zweiten Mal Erster Strategos. Neben lokalen Themen fanden auch imperiale mit historischem Bezug Eingang in die Münzprägung Hypaipas. Der Feinde niederreitende Kaiser ist ein beliebtes Motiv in der kaiserzeitlichen Kunst und erscheint auf zahlreichen kleinasiatischen Provinzialprägungen zu verschiedenen Zeiten. Der historische Bezug dieser Münze zu den beiden Parther-Kriegen des Septimius Severus (195 und 197/8 n. Chr.) erschließt sich bei der genauen Betrachtung von Tracht und Kopfbedeckung des bereits niedergerittenen und insbesondere des gefesselten, nach rechts knienden Feindes: Sowohl die Hosen, typisches Merkmal zentralasiatischer Reitervölker und der Perser, als auch die sog. phrygische Mütze weisen den Gefangenen als Orientalen, in diesem Fall also als Parther aus. Dieser Revers propagiert folglich einen oder beide Siege über das persische Reich. Da Septimius Severus seine victoria Parthica im Januar 198 n. Chr. in Rom feierte, könnte dies auch der terminus post quem für den Prägezeitpunkt dieser Münze sein. Die Tatsache, dass die Avers-Legende den offiziell bereits 195 n. Chr. abgelegten Beinamen ΠΕΡΤΙΝΑΞ (lat. PERTINAX) nennt, muss für die anzunehmende Datierung keine Hindernis sein. Denn es sind genug vergleichbare Fälle in Kleinasien bekannt, wo in Münzlegenden und Inschriften Änderungen der kaiserlichen Titulatur nicht oder erst verspätet zur Kenntnis genommen wurden. | |
Related coins
Related coins (Comparable)