Hypaipa: Caracalla (196/198-217 AD) [ HYP_0124 ]
Categorisation
Materiality
Die properties
| Obverse | Reverse | |
|---|---|---|
| Description | Drapierte und gepanzerte Büste des bärtigen Caracalla nach rechts mit Lorbeerkranz | Artemis Anaitis steht frontal |
| Legend (edited) | ΑΥΤ(ΟΚΡΑΤΩΡ) Κ(ΑΙΣΑΡ) Μ(ΑΡΚΟΣ) ΑΥΡ(ΗΛΙΟΣ) Σ-Ε(ΟΥΗΡΟΣ) [Α]ΝΤΩΝΕΙΝΟΣ | ΕΠΙ ΑΥΡΗΛΙΟΥ ΑΤ-ΤΑΛΟΥ ΤΑΤΙΑΝ[ΟΥ] ΣΤΡΑ/ΤΗ-ΓΟΥ / ΥΠΑΙ/ΠΗ(ΝΩΝ) / ΠΡ-Ω/Τ-ΟΥ |
| Legend (plain) | ΑΥΤ Κ Μ ΑΥΡ ΣΕ ΑΝΤΩΝΕΙΝΟΣ | ΕΠΙ ΑΥΡΗΛΙΟΥ ΑΤΤΑΛΟΥ ΤΑΤΙΑΝΟΥ ΣΤΡΑΤΗΓΟΥ ΥΠΑΙΠΗ ΠΡΩΤΟΥ |
References and Commentary
| Reference Literature |
S. Altınoluk, Hypaipa. A Lydian City during the Roman Imperial Period, Istanbul 2013.
No.
105D
B. V. Head, A Catalogue of the Greek Coins in the British Museum. Lydia, London 1901.
No.
41
(Comparable: Revers-Legende: Nennung der Beamten Aurelios Attalos und Aurelios Charixenos)
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| Commentary | ΠΡΩΤΟΥ in oberer Bildhälfte geschrieben. Die Münze ist im selben Stil geschnitten wie die nicht mit ihr stempelgleichen Stücke HYP_0116 [[HYP_0116]] und HYP_0117 [[HYP_0117]]. Hier liegt der eher seltene Fall einer Münzrückseite vor, wo mit Ausnahme des Ethnikons komplett auf Abkürzungen verzichtet wird: Präposition, praenomen, nomen gentile und cognomen sind ebenso ausgeschrieben wie das Amt des Strategos und dessen Iteration. Allerdings führte diese Vorgehensweise dazu, dass dem Stempelschneider zunehmend der notwendige Raum abhanden kam, so dass er das Münzfeld nahezu vollständig nutzen musste, worunter folglich die Übersichtlichkeit leidet. Es ist zu erkennen, dass das im rechten Feld unterhalb der Hand befindliche ΓOY bereits eine Korrektur darstellt, denn Reste einer älteren Inschrift sind noch zu erkennen. Das weder in der Legende noch im Abschnitt, sondern im Feld in Bein- und Fußhöhe nur leidlich untergebrachte (und nicht voll ausgeschriebene Ethnikon) ist in dieser Form in Hypaipa einmalig. Die Angabe ΠPΩTOY als Hinweis auf die Tätigkeit als Erster Strategos hätte sinngemäß eigentlich nach ΣTPATHΓOY vor dem dem Ethnikon untergebracht werden müssen. Diese Münze zeigt, dass zunächst als erster Arbeitsschritt das Portrait bzw. die bildliche Revers-Darstellung und dann erst als zweiter Schritt die Legende geschnitten wurde. Gemäß der Revers-Legende war Aurelios Attalos Tatianos Strategos. Eben diese Münze wird besprochen und abgebildet bei Geißen, Beamtennamen (1986) 119 und 121, Taf. 18, Abb. 8. | |
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