Satrapy of Asandros (Lydia): Asandros (325-313 BC) [ VAR_0029 ]
Categorisation
Materiality
Die properties
| Obverse | Reverse | |
|---|---|---|
| Description | Jünglingskopf mit Diadem nach rechts | Reiter nach rechts, unterhalb des Pferdes im Feld Α? (Λ?, Δ?), möglicherweise in Kombination mit weiteren graphischen Elementen oder Buchstaben |
| Legend (edited) | - | [ΒΑΣΙΛΕΩΣ - ΦΙΛΙΠΠΟΥ] |
| Legend (plain) | - | ΒΑΣΙΛΕΩΣ ΦΙΛΙΠΠΟΥ |
References and Commentary
| Reference Literature |
Hugo Gaebler, Die antiken Münzen von Makedonia und Paionia (AMNG III 2), Berlin 1935.
S.
178
No.
3
(im Namen Alexanders IV.; mit Beizeichen labrys, also wohl in Milet geprägt)
F. Delrieux, Les monnaies du Fonds Louis Robert, Paris 2011.
No.
37-39
(karische Fundorte, doch ohne labrys und mit anderen Monogrammen, also wohl nicht in Milet geprägt)
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| Commentary | Rückseiten-Legende: [ΒΑΣΙΛΕΩΣ - ΦΙΛΙΠΠΟΥ] oder [ΒΑΣΙΛΕΩΣ - ΑΛΕΞΑΝΔΡΟΥ]. Bei dem Jüngling auf dem Avers handelt es sich nicht etwa um Apollon (mit Lorbeerkranz), sondern um den mythischen Ahnherrn der Argeadendynastie, für den neben der ursprünglichen Tradition bei Herodot zwei weitere Namen und Berichte existieren, aufgekommen wahrscheinlich unter Archelaos von Makedonien (413-399 v. Chr.): Hdt. 5.22.1 (mit 8.137-139: Perdikkas), Iustin. 7.1.7 ff. (Karanos) und Hygin. fab. 219 (wohl in Wiedergabe von Euripides' 'Archelaos'); dazu insgesamt Harder (1985) 131-139. Die extrem vernutzte Münze ist auf einem für kleinasiatische Prägestätten typischen Schrötling (breit, dünn, relativ rund) flach ausgeprägt (unabhängig von der Abnutzung; vgl. H.A. Troxell zu SNG ANS VIII (1994) Nr. 943 und hier VAR_0028, ferner die jeweils in Karien erworbenen Münzen Nr. 37-41 des Fonds Louis Robert). Korrosionsbedingt ist eine nähere Bestimmung nicht mehr möglich. Reste von Schrift scheinen oberhalb und unterhalb des Reiters auszumachen, allerdings keine sicher erkennbare Buchstaben. Hinter den Schultern des Reiters scheint sich im Feld eine schräg horizontale längliche Struktur abzuheben, die eventuell auf ein Beizeichen zurückgeht, vielleicht aber auch nur auf erhaltene Reste der urprünglichen Oberfläche innerhalb des ringsum korrodierten Feldes. Nach Maßgabe ihrer starken Vernutzung war die Münze lange in Gebrauch, sicherlich bis weit ins 3. Jh. hinein. - Auftraggeber der Prägung war, wie auch für das milesische Stück AM_0028 [[AM_0028]], vermutlich der karische Satrap Asander (Müller 2013), s. Deppert-Lippitz, Münzprägung Milets (1984) 65f. und Price, Alexander the Great and Philip Arrhidaeus (1991) I 276f., der seine seine ihm 323 v. Chr. verliehene Satrapie endgültig 313 v. Chr. an Antigonos verloren hat. Auf Prägungen im eigenen Namen, wie sie nur zwei Jahrzehnte später der Dynast Eupolemos in derselben Region vornimmt (vgl. AM_0597 ff.), hat er offenbar verzichtet. | |
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