Alexandria / Gau Aphroditopolites: Trajan (98-117 n. Chr.) [ AL_N0039 ]
Kategorisierung
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| Periode | ||
| Münzautorität (Person) | ||
| Münzstand |
Antike Herrscherprägung
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| Ära |
Jahr (Ära)
:
12
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| Datierung | 108/109 n. Chr. | |
| Münzstätte | ||
| Politischer Bereich | ||
| Gaumünze? | Ja | |
| Gau | ||
| Region | ||
| Themengebiet | ||
| Sprache |
Griechisch
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Materialität
Stempelmerkmale
| Vorderseite | Rückseite | |
|---|---|---|
| Beschreibung | Kopf (Büste)des Trajan mit Lorbeerkranz nach rechts, in Panzer und Paludamentum, von hinten gesehen, Aegis links | Isis-Hathor/Demeter steht mit Krone aus Ähren in eng anliegendem Chiton und Peplos mit Isisknoten nach links, hält mit der Linken Gewandbausch, auf der Rechten Figur der Isis, "die Zauberreiche", nach links; diese ist mit Chiton und Peplos bekleidet, trägt wohl Basileion, hält mit der herabhängenden Linken Situla, streckt die Rechte, um die sich eine Uräus-Schlange windet, nach vorn; im Feld oben links L ΙΒ |
| Abgebildete Person |
Trajan (98-117 n. Chr.)
(
Augustus
)
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- |
| Bildkonzept |
Porträttyp: Büste (nach rechts, von hinten gesehen)
Herrscher (im Portrait, tragend)
Lorbeerkranz (getragen)
Paludamentum (getragen)
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Isis-Hathor/Demeter (stehend, nach links, haltend, tragend)
Henu-Krone (Straußenfederkrone) (getragen)
Ährenkranz (getragen)
Chiton (getragen)
Himation (getragen)
Isis (als Statue(tte), gehalten, haltend, tragend)
Kopfschmuck der Hathor (getragen)
Schlange - Uräus (gehalten)
Situla (Eimer) (gehalten)
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| Legende (ediert) | ΑΥΤ(ΟΚΡΑΤΩΡ) ΤΡΑΙΑΝ(ΟΣ) ΣΕΒ(ΑΣΤΟΣ) - ΓΕΡΜ(ΑΝΙΚΟΣ) ΔΑΚΙΚ(ΟΣ) | ΑΦΡΟΔΕΙΤΟ-ΠΟΛΙΤΗΣ |
| Legend (plain) | ΑΥΤ ΤΡΑΙΑΝ ΣΕΒ ΓΕΡΜ ΔΑΚΙΚ | ΑΦΡΟΔΕΙΤΟΠΟΛΙΤΗΣ |
| Titel (lateinisch) |
Imperator Traianus Augustus Germanicus Dacicus
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- |
| Beizeichen/Monogramm | - |
Im Feld links oben
:
L ΙΒ
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Referenzen und Kommentar
| Typenreferenz (Roman Provincial Coinage) | RPC III 6378 (Dieses Exemplar) | |
| Referenzliteratur |
E. Christiansen, The Roman Coins of Alexandria. Quantitative Studies I-II, Aarhus 1988.
Nr.
228
(Vergleichbar)
G. Dattari, Monete Imperiali Greche, Numi Augg. Alexandrini, Vol. I (Testo), Vol. II (Tavole), Cairo 1901.
Nr.
6190 Taf. 33
(unter ANTAEOPOLITES aufgeführt)
G. Dattari/A. Savio, Numi Augg. Alexandrini. Catalogo della collezzione Dattari. 380 tavole, introduzione, supplemento e bibliografia a cura di A. Savio, Trieste 2007 [327 Bildtafeln, über Nr. 6580 des Druckkataloges 1901 hinaus].
S.
295f.
M. Weber/A. Geissen, Die alexandrinischen Gaumünzen der römischen Kaiserzeit. Die ägyptischen Gaue und ihre Ortsgötter im Spiegel der numismatischen Quellen, Wiesbaden 2013.
S.
201
Nr.
Abb. 106
(Dieses Exemplar)
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| Kommentar | Die Lesung des Omikron vor Delta ist fraglich; es ist schwierig, davor die Buchstaben AΦΡ unterzubringen; Isis wurde in Aphroditopolis als Erscheinungsform der „Hathor von Tep-ihu“ verehrt wurde. Die Ährenkrone, die sie trägt, verweist auf die Rolle, die Isis im Hellenismus infolge ihrer Angleichung an Demeter als Korngöttin spielt (Isis-Demeter frugifera/καρποτοκος). Die kleinere Figur der Isis, die sie auf ihrer Rechten trägt, ist demgegenüber durch eine Situla und wahrscheinlich zusätzlich durch eine um den rechten, vorgestreckten Unterarm gewundene Uräus-Schlange charakterisiert. Bei dieser Interpretation handelt es sich dabei um den ikonographischen Typus der „Isis, die Zauberreiche“ (Weret-hekau). Die Kobra ist hier Symbol der magischen Kräfte, die Isis auszeichnen. In der griechisch-römischen Zeit spielt die Situla eine wichtige Rolle im Kult der Isis. Allgemein ist sie ein Ausdruck des Leben spendenden Wassers der Libation, sie konnte aber auch aufgrund ihrer Form mit Brüsten oder dem Euter der Kuh assoziiert und dadurch als Symbol der Mutterschaft der Isis verstanden werden. Damit heben die Münzen zwei wichtige Details des Kultes der Isis-Hathor von Aphroditopolis in der römischen Kaiserzeit hervor: Sie stellen die Stadtgöttin als Erscheinungsform der „Isis, die Zauberreiche“ (vorgestreckter Arm mit Uräus-Schlange, Situla) und zugleich der „Isis-Demeter“ (Fackel, Ähren) vor. Der Ausdruck der Vielgestaltigkeit der Göttin und analog dazu der Vielnamigkeit, der für ägyptische Gottheiten kennzeichnend ist, ist gerade in der uns hier betreffenden Zeit ein besonderes Charakteristikum für das komplexe Wesen der sich zu einer Allgöttin fortentwickelnden Isis geworden. | |
| Kommentarliteratur |
M. Weber/A. Geissen, Die alexandrinischen Gaumünzen der römischen Kaiserzeit. Die ägyptischen Gaue und ihre Ortsgötter im Spiegel der numismatischen Quellen, Wiesbaden 2013.
S.
197-203
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