Aspendos / Pamphylien [ AM_0003 ]
Kategorisierung
Materialität
Stempelmerkmale
| Vorderseite | Rückseite | |
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| Beschreibung | auf Grundlinie zwei einander zugekehrte nackte Ringer in gebückter Haltung, einander an den Armen greifend und so den Kampf eröffnend | in flachem, durch Punktreihe hervorgehobenem Quadratum incusum behelmter Schleuderer in kurzem, bis zur Hüfte reichenden Gewand, rechtsgewandt; mit der vorgestreckten Rechten die Schleuder haltend, mit der Linken die Schleuder in Höhe des Hinterkopfs spannend; in Körperhöhe Triskeles aus menschlichen Beinen; zwei runde Gegenstempel vor den beiden Unterschenkeln: (vom Betrachter) links stilisierter Löwenkopf (?), rechts naturalistischer Löwenkopf |
| Bildkonzept |
Ringer (kämpfend-ringend)
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Soldat (stehend, nach rechts, haltend, tragend)
Tunika / Kurzchiton (getragen)
Schleuder (gehalten)
Triskelion (rechts)
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| Legende (ediert) | - | [ΕΣΤ]ϜΕΔΙΙΝ |
| Legend (plain) | - | ΕΣΤϜΕΔΙΙΝ |
Referenzen und Kommentar
| Referenzliteratur |
SNG France, Bibliothèque Nationale, Cabinet des Médailles III. Pamphylie, Pisidie, Lycaonie, Galatie, Paris 1994.
Nr.
45-58
(Vergleichbar)
SNG Deutschland, Pfälzer Privatsammlungen IV: Pamphylien, München 1993.
Nr.
4-9
(Vergleichbar)
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| Kommentar | Die Legende des Rv. nennt in griechischen Buchstaben den pamphylischen Stadtnamen, vgl. AM_0004 [[AM_0004]] und AM_0020 [[AM_0020]]. Dessen offizieller Gebrauch noch im späteren 5. und im 4. Jh. spricht gegen eine Ableitung aus griech. σφενδόνη: Schleuder, wenngleich der Anklang in einer zunehmend griechisch geprägten Umwelt das Bild des Schleuderers bzw. (auf Kleinmünzen: AM_0011ff. [[AM_0011]]) einer Schleuder erklären könnte, vgl. Kraay (1976) 277 Nr. 5; Das Bild des (bekleideten) Schleuderers löst den älteren (bis auf seinen Helm heroisch nackt dargestellten) Kämpfer mit Schwert/Speer und vorgestrecktem Rundschild ab, vgl. AM_0020 [[AM_0020]]. Gelegentlich wurde vermutet, dass solche Münzen mit der Besoldung militärischer Dienste in Zusammenhang stehen; für die Zeit um 470/65 v. Chr. wirkt das verfrüht. Maßgeblich war wohl die schöpferische Rezeption des persischen Münzbilds, die wenig früher auch auf Münzen Alexanders I. von Makedonien, einem weiteren Teil des persischen Großreichs, greifbar wird, vgl. Heinrichs (2017). Auf persischen Sigloi ist der Großkönig in höfischem Gewand dargestellt, im Knielauf, einen schräg gefällten Speer haltend oder mit einem Kurzschwert ausholend, in der vorgestreckten Linken einen Bogen, der sich aus der seitlichen Perspektive des Betrachters wie ein gewölbter Rundschild ausnimmt (s. Kraay (1976) Taf. 4, 82 f.). Gemessen daran wirkt der frühe Kämpfer aus Aspendos wie eine versio pamphylica, die einige Jahrzehnte später, mit dem Schleuderer, zu einer versio graeca wird; Ein Beizeichen ist hier nicht erkennbar, vielleicht wurde es durch einen der Gegenstempel getilgt. Zum persischen Münzstandard vgl. Kommentar zu AM_0066 [[AM_0066]]. | |
| Kommentarliteratur |
C. M. Kraay, Archaic and Classical Greek Coins, Berkeley 1976.
J. Heinrichs, Coins and constructions. The origins of Argead coinage under Alexander I, in: S. Müller et al. (eds.), The history of the Argeads. New perspectives, Wiesbaden 2017.
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Verwandte Münzen
Verwandte Münzen (Vergleichbar)