Ephesos: Geta (197/209-211 n. Chr.) [ EPH_0013 ]
Kategorisierung
Materialität
Stempelmerkmale
| Vorderseite | Rückseite | |
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| Beschreibung | Αuf linker Schulter drapierte Büste des bärtigen Geta nach rechts mit Lorbeerkranz | Links steht Synthysia mit Mauerkrone auf dem Kopf, mit Zepter in der Linken und mit der Rechten einen nach rechts stehenden Stier führend; rechts steht das Kultbild der Artemis Ephesia frontal mit Polos auf dem Kopf |
| Legende (ediert) | · ΑΥ-Τ(ΟΚΡΑΤΩΡ) [·] Κ(ΑΙΣΑΡ) · ΠΟ(ΥΒΛΙΟΣ) ΣΕ(ΠΤΙΜΙΟΣ) - [Γ]ΕΤΑΣ | ΕΦΕΣΙΩΝ - ΤΡΙΣ - ΝΕΟΚΟΡΩΝ im Abschnitt ΚΑΙ ΤΗΣ ΑΡ[ΤΕ]/ΜΙΔΟ[Σ] |
| Legend (plain) | ΑΥΤ Κ ΠΟ ΣΕ ΓΕΤΑΣ | ΕΦΕΣΙΩΝ ΤΡΙΣ ΝΕΟΚΟΡΩΝ ΚΑΙ ΤΗΣ ΑΡΤΕΜΙΔΟΣ |
Referenzen und Kommentar
| Referenzliteratur |
S. Karwiese, Die Münzprägung von Ephesos, Bd. 5: Katalog und Aufbau der römerzeitlichen Stadtprägung mit allen erfassbaren Stempelnachweisen [VIN 14], Wien 2012.
Nr.
559
(Dieses Exemplar: A 1 / R 1; dieses Stück)
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| Kommentar | Das bärtige Portrait legt einen Prägezeitpunkt im fortgeschrittenen Verlauf der Herrschaft nahe. Die Revers-Legende nennt die dritte Neokorie. Synthysia erscheint in der ephesischen Münzprägung nur unter Antoninus Pius (138-161 n. Chr.) (Karwiese, Ephesos 5 (2012) Nr. 259) und in severischer Zeit. Sie wird als weibliche Personifikation gemeinschaftlicher Opferhandlungen mit Mauerkrone oder Polos, Zepter und von ihr herangeführtem Opferstier dargestellt (s. auch Weiss, Auxe Perge (1991), insb. 363 ff.). Die Synthysia, d. h. das gemeinschaftlich vollzogene Opfer- und Kultritual zu Ehren einer Gottheit, wird unter Beteiligung von Gesandtschaften anderer Städte vollzogen. Sie steht im Zusammenhang v. a. mit Agonen oder der Verleihung von Neokorien. So stellt auch die Münze des Geta durch ihre Revers-Legende den Bezug zur 3. Neokorie, welche zudem der Artemis Ephesia gewidmet ist, her: ΕΦΕΣΙΩΝ TΡΙΣ ΝΕΟΚΟΡΩΝ KAI ΤΗΣ AΡΤΕΜΙΔΟΣ. Auch die bildliche Gestaltung der Rückseite, d. h. der durch Synthysia an Artemis Ephesia herangeführte Opferstier, verweist auf die Kulthandlungen zu Ehren der Göttin. Daher handelt es sich hierbei im Gegensatz zu anderen Revers-Darstellungen (z. B. Tyche [[EPH_0008]]) um kein unspezifisch wiederkehrendes Motiv; vielmehr ist es immer auf konkrete historische Anlässe bezogen. | |
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