Hypaipa: Septimius Severus (193-211 n. Chr.) [ HYP_0047 ]
Kategorisierung
| Periode | ||
| Münzautorität (Person) | ||
| Münzstand |
Antike Herrscherprägung
|
|
| Datierung | Jahr 193 n. Chr. - Jahr 211 n. Chr. | |
| Münzstätte | ||
| Politischer Bereich | ||
| Region | ||
| Themengebiet | ||
| Sprache |
Griechisch
|
|
Materialität
Stempelmerkmale
| Vorderseite | Rückseite | |
|---|---|---|
| Beschreibung | Drapierte Büste der Iulia Domna nach rechts, im Feld rechts Gegenstempel | Artemis Anaitis steht frontal, in Schulterhöhe links Sonne (Stern) und rechts Mondsichel |
| Legende (ediert) | ΣΕΒΑΣΤΗ - ΙΟΥ(ΛΙΑ) ΔΟΜΝΑ | ΕΠ(Ι) Λ(ΟΥΚΙΟΥ) Π(ΟΥΒΛΙΟΥ) ΑΡΤΕΜ[Ι]ΔΩΡΟΥ ΣΤΡΑ(ΤΗΓΟΥ) Α / Υ-Π/ΑΙ-ΠΗ/Ν-ΩΝ |
| Legend (plain) | ΣΕΒΑΣΤΗ ΙΟΥ ΔΟΜΝΑ | ΕΠ Λ Π ΑΡΤΕΜΙΔΩΡΟΥ ΣΤΡΑ Α ΥΠΑΙΠΗΝΩΝ |
Referenzen und Kommentar
| Kommentar | Gemäß der Revers-Legende war Lukios Publios Artemidoros Erster Strategos. Die altiranische Quell- und Fruchtbarkeitsgöttin Anahita gelangte in achaimenidischer Zeit nach Kleinasien und wurde dort der griechischen Artemis angeglichen. Nach den literarischen Quellen hat der Charakter der persischen Anahita offenbar in ihrem griechisch-römischen Pendant fortgelebt. Dies gilt auch für den iranischen Feuerkult [[HYP_0125]], der laut Pausanias (V, 27, 5) von ihren Gläubigen weiter gepflegt wurde. Daher nennt er sie auch Artemis Persike (VII, 6, 6). Darüber hinaus ist über lydische Inschriften feststellbar, dass ihr Wesen durch lokale religiöse Vorstellungen ergänzt wurde. Wie die Münzen zeigen, wurde sie ikonographisch allerdings nahezu vollständig dem hellenistisch-kaiserzeitlichen Kunstschaffen angepasst. So trägt sie am Körper einen gegürteten Chiton und auf dem Kopf einen Polos, wobei offenbar von letzterem ein den ganzen Körper bedeckender und bis zum Fußboden reichender Schleier hinab fällt. Lediglich die starre, frontale Körperhaltung mit fast im rechten Winkel ausgestreckten Armen verrät ihre nicht-griechischen Wesenszüge und erinnert so entfernt an die Artemis Ephesia. An diesem ikonographischen Schema wird durchgängig bis zum Ende der Münzprägung Hypaipas unter Gallienus (253-268 n. Chr.) festgehalten. | |
Verwandte Münzen
Verwandte Münzen (Vergleichbar)