Kyme / Aiolis [ KYM_0127 ]
Kategorisierung
Materialität
Stempelmerkmale
| Vorderseite | Rückseite | |
|---|---|---|
| Beschreibung | Adlerkopf nach links | viergeteiltes Quadratum incusum |
| Legende (ediert) | [Κ - Υ](ΜΑΙΩΝ) | - |
| Legend (plain) | Κ Υ | - |
Referenzen und Kommentar
| Referenzliteratur |
SNG Dänemark, The Royal Collection of Coins and Medals, Danish National Museum Copenhagen IV, Part 21: Aeolis-Lesbos, Kopenhagen 1945 (Reprint 1982).
Nr.
33
SNG Deutschland, Sammlung H. v. Aulock. Heft 1-18, Berlin 1957-1981.
Nr.
1623
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| Kommentar | Nach der persischen Niederlage zur See 480 v. Chr. bei Salamis überwinterte der weit überwiegende Teil der persischen Flotte, hauptsächlich phönikische, ionische und ägyptische Schiffe, in Kyme, das über einen geräumigen Hafen verfügte (Hdt. 8,130,1). Der Prägebeginn der sehr häufigen Hemiobelia auf relativ niederer Wertstufe dürfte mit dem stark gesteigerten Bedarf der Flottensoldaten an kleinen Münznominalen zusammenhängen, die sich für alltägliche Einkäufe auf dem lokalen Markt eigneten. Die Stadt scheint nicht zu den Gründungsmitgliedern des 1. Delisch-Attischen Seebunds (Byzantion, 478/7 v. Chr.) gehört zu haben, sie fiel aber noch vor 450 von den Persern ab und ist bereits in der ersten überlieferten Tributquotenliste von 454/3 v. Chr. aufgeführt. Da es sich um den wichtigsten Hafen der Aiolis handelt, dürfte das Interesse des neuen Bundes an Kyme groß gewesen sein, so dass der Zeitpunkt des Übertritts der Stadt relativ früh anzunehmen ist. In der 449 v. Chr. von Kallias ausgehandelten formlosen Übereinkunft mit dem Perserkönig wurden die kleinasiatischen Griechenstädte seitens des Bundes gegen Zusicherung faktischer Autonomie formalrechtlich als reichsuntertänig anerkannt, ohne Einschränkung dann in den spartanisch-persischen Verträgen von 412/1 v. Chr. (Thuk. 8, 18.37.58) und - nun durch alle Griechen des Mutterlands - im Königsfrieden von 387/6 v. Chr. (Xen. Hell. 5,1,31). | |
Verwandte Münzen
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